
Gemeinsam was bewegen –
Bildung fürs Leben!

Classrooms 4 Life
Gemeinsam was bewegen – Bildung fürs Leben
HIGH FIVE 4 LIFE –
die junge Initiative von Menschen für Menschen

Naol lernt in einem neuen hellen Klassenzimmer.
Abindalew lernt noch unter schwierigen Bedingungen in einem dunklen Lehmbau.
Mit eurer Unterstützung möchten wir Klassenzimmer bauen.
Damit Abindalew und viele andere Kinder und Jugendliche in der Projektregion Kawo Koysha, Äthiopien, gut lernen können.
Weil Bildung ein gutes Leben ermöglichen und Träume verwirklichen kann.
Die Herausforderung

Für viele von uns ist Schule selbstverständlich.
Ein Ort zum Lernen, Träumen und Wachsen. Und vielleicht bist du auch manchmal genervt davon, in die Schule gehen zu müssen. Und doch ist es ein Privileg.
Denn weltweit haben Millionen Kinder keinen Zugang zu Bildung. Nicht, weil sie nicht lernen wollen, sondern weil sie es nicht können, die Umstände es nicht erlauben.
In Äthiopien etwa übernehmen vor allem Mädchen, aber auch Jungen oft früh Verantwortung in der Familie und leisten täglich viele Stunden schwere körperliche Arbeit – so bleibt weder Zeit noch Kraft für die Schule. Die Schulgebäude sind zudem häufig in einem so schlechten Zustand, dass Unterricht und Lernen zur Qual werden.
Deshalb wollen wir mit euch gemeinsam gute Klassenzimmer bauen – Classrooms 4 Life!
Bis zum 31.12.2027 wollen wir an der Schule in Lasho Town in Südäthiopien zwei neue Klassenzimmergebäude mit je vier Klassenzimmern finanzieren. Dafür wollen wir 71.500 Euro sammeln.
Unsere zwölf Schritte
Mach gleich mit!
Lass deiner Kreativität freien Lauf und starte deine eigene Spendenaktion!
Wenn du schon eine Idee hast, kannst du direkt loslegen.
Wenn du noch nach einer Idee suchst:
Eröffne deine eigene Online-Spendenaktion und lade deine Freund:innen, Familie oder deine Community ein, diese zu unterstützen! Gemeinsam könnt ihr verfolgen, wie ihr dem Spendenziel immer näherkommt.
Gib der Welt ein HIGH FIVE für ein gutes Leben!
Zwei Kinder. Ein Alter.
Verschiedene Klassenzimmer.
Zwei Kinder. Ein Alter.
Verschiedene Klassenzimmer.
Naol lernt in einem neuen hellen Klassenzimmer.
Abindalew lernt noch unter schwierigen Bedingungen in einem dunklen Lehmbau.
Beide Kinder haben Träume.
Ob sie Wirklichkeit werden, hängt davon ab, ob Bildung zugänglich ist.

Abindalew Merid ist 10 Jahre alt und besucht die 4. Klasse der Grundschule. Er liebt Mathematik und Englisch. Doch das Lernen fällt ihm schwer. In den alten dunklen Klassenräumen kann er die Tafel oft kaum erkennen. Trotzdem gibt er sein Bestes und freut sich auf die neuen Schulgebäude. Abindalew träumt davon, eines Tages Zahnarzt zu werden.
In seinem Dorf und anderen ländlichen Regionen sind Schulen oft einfache, kleine Häuser aus Stroh, Holz und Lehm. Sie sind dunkel, heiß und haben keine Fenster. In manchen Klassenräumen sitzen Kinder direkt auf dem Boden, weil es keine Bänke gibt. Dabei ist der Lehmboden oft mit Sandflöhen belastet, das sind winzige Parasiten, die sich in die nackten Füße bohren und Schmerzen, Entzündungen oder Infektionen verursachen können. Medizinische Hilfe gibt es in diesen Gegenden nur selten.
Auch die Gebäude selbst können gefährlich sein: Termiten zerfressen Holzkonstruktionen, Dächer drohen einzustürzen, und manche Klassenräume oder Bibliotheken müssen geschlossen werden, weil sie nicht mehr stabil sind. Unter solchen Bedingungen wird Lernen zur täglichen Herausforderung.
Deshalb freut sich Abindalew besonders auf die neue Schule, die ihm endlich eine sichere, helle und angenehme Umgebung zum Lernen bietet. Endlich kann er konzentriert arbeiten, ohne durch Hitze, Staub oder Sandflöhe abgelenkt zu werden. Außerdem ist er dann einen Schritt näher an seinem großen Traum, eines Tages als Zahnarzt zu arbeiten.

Naol Gashaw ist auch 10 Jahre alt und besucht die 4. Klasse. Sein Lieblingsfach ist Mathe. Später möchte er Elektroingenieur werden, um den Menschen in Äthiopien endlich Strom und Licht zu bringen.
Als er hörte, dass er und seine Mitschüler:innen in neuen Klassenräumen von Menschen für Menschen lernen werden, hat er sich riesig gefreut. Naol sitzt immer in der ersten Reihe, damit er sich nicht ablenken lässt. Er glaubt fest daran, dass durch gutes Lernen in der Schule die Probleme seines Landes zu lösen sind.
Seine Eltern arbeiten beide als Lehrkräfte, sein Vater unterrichtet Mathe an einer anderen Schule, seine Mutter an einer Berufsschule. Die Familie bewirtschaftet eigenes Land, besitzt Kühe und einen Ochsen. Naol hilft gern bei der Arbeit mit den Tieren, aber nur, wenn er Ferien hat oder seine Aufgaben erledigt hat.
Besonders freut ihn, dass Menschen für Menschen neben den neuen Klassenräumen auch Toiletten gebaut und Waschbecken installiert hat, die bald an das städtische Wassersystem angeschlossen werden. Früher mussten alle hinter dem Schulgebäude auf die Toilette gehen, und es stank furchtbar.
Jetzt kann Naol endlich lernen, ohne sich Sorgen um solche Dinge machen zu müssen, und er spürt, dass die Schule ein Ort ist, an dem seine Träume wahr werden können.
Der Bau einer Schule in Äthiopien
Der Bau einer Schule in Äthiopien

Der Bau einer Schule von Menschen für Menschen im ländlichen Äthiopien gelingt nur, wenn alle eng zusammenarbeiten. Zuerst wird mit der lokalen Gemeinde eine Auswahl an Schulen vorbereitet, die Bedarf haben neugebaut zu werden. Die Finanzierung der Schule muss vor dem Bau durch Menschen für Menschen gesichert sein. Dann werden Bodenproben entnommen, um sicherzustellen, dass der Untergrund sicher ist. Nachdem der Bauplan erstellt und die Kosten geschätzt wurden, kann die Ausschreibung an lokale Bauunternehmen beginnen. Hierbei zählt nicht nur der Preis, sondern auch Qualität und Sicherheit.
Viele Arbeiten auf der Baustelle werden von Hand erledigt, weil das Gelände oft schwer zugänglich ist und große Maschinen – manchmal sogar Schubkarren – nicht eingesetzt werden können. Dank der durchdachten und stabilen Bauweise und der Verwendung nachhaltiger Materialien halten die Schulen von Menschen für Menschen viele Jahrzehnte, sind erdbeben- und brandsicher und bieten so einen sicheren Ort zum Lernen.
Der ganze Schulkomplex besteht aus mehreren Gebäuden: Es gibt drei Klassenraumgebäude mit jeweils vier Klassenräumen, ein Verwaltungsgebäude mit Leseraum, zwei Trockentoiletten für Mädchen und Jungen sowie die passende Ausstattung mit Schulmöbeln, Möbeln für die Verwaltung und die Bibliothek. Außerdem werden Fachbücher für die Bibliothek bereitgestellt, damit Lernen noch leichter fällt.
Zwölf Schritte zum fertigen Klassenzimmer

Schritt 1:
Aushub des Baugrunds
Zu Beginn wird die oberste Erdschicht entfernt, damit auf festem Untergrund gearbeitet werden kann. Anschließend werden Gräben für das Fundament ausgehoben. Diese Gräben werden wieder mit verdichtetem Material gefüllt, um sicherzustellen, dass das Fundament fest und stabil liegt. Unter der Bodenplatte wird zusätzlich eine Steinschicht eingebracht, damit der Boden stark genug ist.

Schritt 2:
Bau des Fundaments
Zuerst wird eine dünne Betonschicht gegossen, um den Boden vorzubereiten. Dann kommt verstärkter Beton darauf, der zusammen mit Stahlstäben gegossen wird, so wird das Klassenzimmer besonders stabil. Besondere Stellen wie Fensterbänke, Säulen oder die Tafel werden extra verstärkt. Das Fundament wird grundsätzlich so hoch gebaut, dass alle Gebäude etwas erhöht über der Erdoberfläche stehen. Selbst bei starken Regenfällen kann dadurch kein Wasser in die Räume dringen. Zudem führt um alle Gebäude eine Rinne, durch die Regenwasser sofort abfließen kann.

Schritt 3:
Mauern der Wände
Die sichtbaren Innenwände werden aus gut bearbeiteten Steinen gebaut, die mit Mörtel verbunden werden, damit alles fest und stabil ist. Die Wände bestehen aus geprüften Hohlblocksteinen, die stark und langlebig sind. Auf beiden Seiten der Wände bleibt Platz für späteren Putz, damit sie glatt und bereit zum Streichen sind.

Schritt 4:
Aufbau der Stahlkonstruktion
Fertige Stahlträger werden an den vorgesehenen Positionen aufgestellt. Anschließend werden sie miteinander verbunden, verschweißt und mit Bolzen fixiert, damit alles stabil und sicher ist. Außerdem werden die Träger dann noch gegen Rost behandelt und lackiert, damit sie viele Jahre halten. Zusätzliche Elemente wie Eckschutz an Türen und Boden werden eingebaut, um die Konstruktion langlebig zu machen.

Schritt 5:
Dachdecken
Dünne, stabile Metallplatten werden auf die Stahlträger geschraubt und mit Dichtungen versehen, damit kein Wasser eindringt. Außerdem wird an der oberen Dachkante eine spezielle Abdeckung montiert, damit Regenwasser sicher abläuft.

Schritt 6:
Einbau von Fenstern und Türen
Die Türen werden aus stabilen Stahlrahmen gefertigt und außen mit Eisenblech verkleidet.
Eine Besonderheit sind die stabilen Louvre-Fenster (Lamellenfenster), die aus einzelnen klappbaren Glasscheiben bestehen. Jedes Klassenzimmer ist auf beiden Seiten fast auf voller Länge mit Louvre-Fenstern ausgestattet. Louvre-Fenster haben zwei weitere ganz praktische Vorteile: sie ragen beim Lüften nicht in den Klassenraum hinein, so besteht für die Schüler:innen keine Verletzungsgefahr. Außerdem sind die einzelnen Scheiben leicht auswechselbar.

Schritt 7:
Verputzen der Wände inklusive Tafel
Zuerst werden die Wände verputzt: hier werden drei Schichten Putz (Zement-Sand-Mörtel) auf die Innenwände aufgetragen, bis sie schön glatt sind. Außerdem bekommen sichtbare Betonflächen wie Balken und Säulen ebenfalls drei Schichten Putz. Die Wand rund um die Tafel wird besonders glatt verputzt, inklusive eines stabilen Rahmens aus Beton und Drahtnetz für die Tafel.

Schritt 8:
Streichen der Räume
Jetzt werden die Innenwände des Klassenzimmers mit drei Schichten hochwertiger Wandfarbe gestrichen, damit sie sauber, hell und einladend aussehen. Auf die Tafelwand wird eine spezielle Tafel-Farbe aufgetragen, sodass die Oberfläche glatt, beschreibbar und langlebig ist. Zusätzlich bekommen die unteren 150 cm der Wände einen Schutzanstrich mit Ölfarbe, damit die Wände robust bleiben und leicht zu reinigen sind.

Schritt 9:
Installation der Elektrik
Zu Beginn wird ein Sicherungskasten eingebaut. Außerdem werden Neonlampen an die Decke angebracht, alle Kabel verlaufen geschützt in Rohren. Steckdosen werden an den richtigen Stellen installiert.

Schritt 10:
Verlegen der Böden
Zuerst wird eine starke Steinschicht unter dem Boden verteilt und gut verdichtet. Darauf kommt der Bodenbeton, der geglättet wird, damit die Oberfläche eben und stabil ist. Eventuelle Dehnungsfugen werden eingebaut, damit sich der Boden bei Wärme oder Belastung nicht verformt. Abschließend wird alles vorsichtig geglättet und fertiggestellt, der Boden lässt sich dadurch leicht reinigen.

Schritt 11:
Ausstattung mit Schulmöbeln
Jetzt wird das Klassenzimmer möbliert, in diesem Schritt werden Schulbänke und Pult aufgebaut. Die Möbel aus Holz und Metall sind praktisch und robust, damit sie lange halten und den Schulalltag gut aushalten.

Schritt 12:
Bereitstellung von Bibliotheksbücher
In der Schule befindet sich eine kleine Bibliothek mit Fachbüchern, die die Kinder und Jugendlichen zusätzlich zum Unterricht nutzen können. Für diese stellt Menschen für Menschen eine Auswahl an Bibliotheksbüchern bereit, passend für die Altersgruppe der Schüler:innen.
Alle anderen Lernbücher für den Unterricht werden von der äthiopischen Regierung bereitgestellt.
Wo wir gemeinsam etwas bewegen
Wo wir gemeinsam etwas bewegen
Unser Projektgebiet Kawo Koysha

Die Schule in Lasho Town befindet sich im Bezirk Kawo Koysha, 375 km südlich von Addis Abeba im Bundesland Wolayta im Regionalstaat Südäthiopien. Das 352 km² große Gebiet liegt auf durchschnittlich 2.450 Metern Höhe. Der Hauptort von Kawo Koysha ist Lasho Town. In den zwei Regenzeiten – der größeren von Juni bis Mitte Oktober, der kleineren von Mitte März bis Ende April – fällt zwischen 1.000 und 1.400 mm Regen im Jahr. Die 73.123 Einwohner:innen, 58 Prozent Frauen und 42 Prozent Männer, leben überwiegend von Ackerbau und Viehzucht. Die Erträge können die Familien nur ungenügend ernähren. Mit Beginn 2023 hat Menschen für Menschen in Kawo Koysha ein angelegtes integriertes ländliches Entwicklungsprojekt begonnen mit dem Ziel, die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verändern. Umgesetzt werden Aktivitäten aus den Bereichen Nachhaltige Landwirtschaft, WaSH (Wasser Sanitärversorgung und Hygiene), Bildung, Gesundheit und Gesellschaftsentwicklung.
Lasho Higher Primary School (HPS)

Wie viele andere Schulen in ländlichen Gegenden in Äthiopien wurde die bestehende Schule aus Holz gebaut und mit Lehm verputzt. Mit jeder Regenzeit werden die Wände undichter und Wasser dringt in die Klassenräume. Die Räume sind dunkel und es fehlt an ausreichenden Tischen und Bänken. Derzeit besuchen 1.636 Schülerinnen und Schüler die Lasho HPS.
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Arbeitsansatz Menschen für Menschen


